11. und letzte Meldung vom Balaton

Geschafft, Wettfahrt 8 & 9 sind absolviert und es gibt einen neuen Weltmeister.
Enno Cramer und Ard Gerkeleken aus Holland gewinnen vor den Titelverteidigern aus Ungarn und den Bojsen-Möller Brüdern.
Wir belegen heute noch den 10. und 24. Platz, insgesamt kommen wir auf einem zufriedenstellenden 15. Rang an.
Über die Wetterkapriolen heute berichte ich dann gerne bei uns im DJC am Tresen, bibber.
Jetzt wünsche ich dem DJC Team für den Niemeyer-Cup viel Erfolg.
Wir werden dann, so alles gut klappt, morgen Abend wieder daheim sein.

Abschließend ein großes Dankeschön an Frank Schulz, der alle aktuellen Meldungen vom Balaton zeitnah online stellte.

Gruß Jenno


10. Meldung vom Balaton

Brrrrrr - Regen trommelt auf unsere Zeltdächer als wir aufstehen. Und frisch ist es, pfui. So haben wir uns die Tage in Ungarn Ende Mai nicht vorgestellt. Pünktlich soll es heute losgehen mit den Wettfahrten. Von ungefähr 5 verschiedenen Wettervorhersagen von Seglern (hier hatte wohl jeder mit seinem Handy bei einem anderen Vorhersagedienst nachgeschaut) ist die unangenehmste Variante Realität geworden. So legen wir bei strömendem Landregen ab. Nach 2 Frühstarts ging das Rennen dann im dritten Versuch los. Wir sind bei 2-3 Bft. gut dabei und liegen 1 Runde auf dem 5. Platz. Das sollte sich dann sehr schnell ändern. Wenn man bei 45° Winddrehungen auf der falschen Seite segelt, dann ändert sich schon mal die Reihenfolge an der nächsten Bahnmarke. Bei uns gleich um 20 Plätze. Auf der Vorwind und der folgenden Zielkreuz segeln wir uns noch auf den 20. Platz. Nach Ende der Wettfahrt Startverschiebung. Starke Drehungen und Windschwankungen lassen die Wettfahrtleitung entscheiden: Startverschiebung an Land. Es kursieren die üblichen Gerüchte, ein Sturm sei im Anmarsch, deswegen sollen wir an Land abwarten. Völlig durchgefrohren lege ich mich in meinen Schlafsack und denke daran wie herrlich warm es damals war, im Familienungarnurlaub.
So richtig warm wird es einem im Zelt auch nicht und wir beschließen am Abend in ein Hotel zu ziehen. Und jetzt kommt auch  noch das Signal zum erneuten Auslaufen. Insgeheim hatten wir gehofft heute passiert nichts mehr und wir kommen so schnell ins Hotel zum Eichecken und dauerhaften Heissduschvorgängen. So pellen wir uns wieder in die nasse Seglerkluft und legen ab. Im folgenden siebenten Rennen sehen wir keine Sonne, und dass nicht nur meteorologisch gemeint. Der Plattensee versteht unsere Taktik nicht und wir sind auf der Startkreuz wieder auf der falschen Seite. Egal, schnell segeln, ins Ziel (hier kommen wir als 24. an) und schnell ein Zimmer in einem der vielen in der Nähe liegenden Hotels genommen.
Wir sind nun insgesamt auf Platz 16.
Vorne natürlich die die immer da sind. Es bahnen sich 2 sehr spannende Rennen um den Titel an. In Führung NED 26 Kramer/Gerkeleken, knapp dahinter die Dänenbrüder Bojsen-Möller und die Tietelverteidiger aus Ungarn. Auch die Österreicher Aichholzer/Zingerle dahinter haben noch gute Medaillenchancen. Morgen werden bestimmt 2 Rennen zustande kommen und dann ist die WM schon wieder Geschichte. Dann gibt es auch noch von mir einen Abschlussbericht.
Bis dann und Grüße vom herbstlichen Balaton


9. Meldung vom Balaton

Hallo zusammen,
nun hat der Plattensee sein wahres Gesicht gezeigt. Schwacher, löchriger Wind aus Nordost würfelt das Starterfeld Runde für Runde durcheinander. Aber wie immer sind am Ende doch die üblichen Verdächtigen ganz vorne. Sieger des 5. Rennen werden die Gebrüder Bojsen-Möller. Wir landen auf dem 27. Rang und können nach diesem Lauf damit sogar zufrieden sein.
Als das 6. Rennen angeschossen wird ist es abzusehen, dass wird ein Nervenspiel.  Weniger Wind als zuvor, dafür mit mehr Winddrehern versehen. Super. Zur Krönung werden wir auf dem Vorwindkurs, bei gefühlten 1-2 Windstärken und unter Spinacker von einer sympathischen Dame aus der Jury wegen unerlaubter Fortbewegung angezeigt. Nachdem wir uns verwundert in die Augen geschaut hatten, beschlossen wir also den Spinacker zu bergen und unsere nun fälligen 720° Drehungsstrafe zu tätigen. 2 andere FD's, welche über ihre Bestrafung genauso erstaunt waren, kringelten nicht und wurden disqualifiziert. Am Ende wurde dieses Rennen abgebrochen. Noch mal Glück gehabt, lagen wir doch etwa auf Platz 70. Am Ende des Tages liegen wir insgesamt auf Platz 16.
Grüße in den Dahme Jacht Club


8. Meldung vom Balaton

Hallo zusammen,

da hier wieder Startverschiebung ist, bleibt Zeit schnell die aktuelle Ergebnisliste festzuhalten.
Wir hoffen alle dass es bald losgeht, möglichst nicht mit solch strammen Wind wie gestern. Grüße an alle die heute Geburtstag haben, diejenigen wissen schon wer gemeint ist.
Heute abend gibt es dann neue Infos mit aktuellen Ergebissen von der WM.

Gruß Jenno

Ergebnisliste (klick)


7. Meldung vom Balaton

Ein grandioser Segeltag liegt hinter uns.
Nachdem gestern die Voraussagen ordentlich Wind vorhergesagt hatten, ging es früh ins Zelt um ausgeschlafen an den Start zu gehen. Von Wind allerdings nach dem Aufstehen keine Spur - Startverschiebung. So lümmeln wir uns bei Sonnenschein vor den Zelten herum und spielen etwas Gitarre. Um 11 Uhr wird dann abgelegt um weitere 1 1/2 Stunden auf dem See auf Wind zu warten. Und dann, also ob jemand am Südwestufer einen Schalter umgelegt hat, nimmt der Wind stetig zu. Am Start haben wir stramme 4-5 Windstärken. Als absolutes Leeboot legen wir einen phantastischen Start hin, da zeigt sich was mein Steuermann Keule für ein abgezockter Hund ist. Mit freiem Wind stellen wir erstaunt fest, dass wir bei diesem Wind von der Geschwindigkeit ganz gut dabei sind, was sonst eher nicht der Fall war. Da macht sich auch mein fleißig angefutterter Schottenbauch positiv bemerkbar. Gut in der Spitzengruppe dabei kommen wir als 10te ins Ziel. Der Wind frischt weiter auf und es geht bei gut 5-6 Windtstärken an die zweite Tageswettfahrt. Wieder schaffen wir es als Leeboot zu starten und ähnlich wie im Rennen zuvor können wir frei und ohne Behinderung lossegeln. Auch hier sind wir ganz dicht an der Spitze dran, am Ende werden wir als 8te ins Ziel kommen. Insgesamt sind wir nun nach 4 Rennen auf dem 16. Platz. In Führung liegen im Moment NED 26, alte Bekannte vom Match Race, Enno Cramer und Ard Gekeleken.


6. Meldung vom Balaton

Jetzt haben wir die ersten 2 Rennen geschafft. Der See gibt große Kurse her, was die Wettfahrtleitung auch gut nutzte. Pünktlich 10 Uhr starteten die 90 Boote bei 3 Bft., wolkigen Himmel und leichter Welle. Das erste Rennen lief von Anfang an hervorragend für uns. Ständig in der Spitzengruppe dabei, konnten wir freudig feststellen dass unser Speed stimmt und die Manöver funktionieren. Mit dem 8. Platz im Ziel sind wir mehr als zufrieden, ein absolut guter Einstand bei dieser WM. Optimistisch gestimmt gehen wir an den 2ten Start. Dieser gelingt nicht optimal, wir können uns aber schnell freisegeln. Leider verabschiedet sich kurz nach der ersten Marke das Ende unserer Holevorrichtung am Spinnackerbaum. Also segeln wird beide Raumgänge ohne Spinnacker und reparieren den Schaden. Hoch lebe das Schweizer Taschenmesser an Bord. Knapp 100 Meter vor dem Luvfass ist der Schaden so repariert dass wir ohne Bedenken weitersegeln und auf der Vorwind alles funktioniert. Mittlerweile sind wir auf den geschätzten 75 Platz zurückgefallen. Mit dem 54. Platz im Ziel können wir vorerst leben und hoffen das es unser Streichergebnis sein wird. Nach 2 Wettfahrten liegen wir insgesamt auf Rang 35. Ist schon ok so.
Grüße nach Berlin mit der Bitte die Daumen zu drücken dass es hier bald wärmer wird.


5. Meldung vom Balaton

Wie schnell hier das Wetter umspringt. Auf einmal 4-5 Windstärken bei Sonnenschein. Also doch noch einen Trainingsschlag, welchen wir zum Wenden- und Halsentraining nutzen. Wieder an Land fühlen wir uns besten gerüstet für die kommenden Tage.  
Die Eröffnungszermonie fand standesgemäß bei strahlendem Sonnenschein statt. Den abendlichen Sonnenschein genießend, mit Blick über den Balaton bereiten wir uns gedanklich auf die kommenden Rennen vor.
Morgen um 10:00 Uhr wird der erste Start sein.


4. Meldung vom Balaton

Die ganze Nacht hat es geregnet, ein ordentlicher Wind sorgte für die schönsten Wellengeräusche und die am Balaton üblichen Warnleuchten blinkten die halbe Nacht in voller Stärke. Eines davon schien genau auf uns gerichtet. Wir hatten also eine wundervolle Campingnacht. Nach dem vorzüglichen Frühstück im Vorzelt geht es uns besser und wir sind bei bester Laune. Ein frischer Wind kommt auf und die ersten FD's zieht es hinaus auf den übelwelligen Balaton. Da der See sehr flach ist, entsteht hier eine kurze und steile Welle, auch schon bei 3-4 Windstärken. Der erste Mast fällt diesen wellen auch prompt zum Opfer, FD GER 98 kommt mit einer ordentlichen Stauchwunde am Karbonmast vom See.
Alle Flaggen der teilnehmenden Länder sind gehisst, es wird Zeit dass der Wettkampf beginnt.


3. Meldung vom Balaton

Nach der ersten Nacht im Zelt werden wir sehr freundlich darauf hingewiesen, dass wir mit unseren Zelten hier nicht stehen bleiben können. Das hätte dem Veranstalter auch wirklich früher einfallen können. Was soll's, Zelt abbauen und 500 Meter mit Sack und Pack umziehen. An einem jedoch nicht minder schönen Platz mit Blick über den See richten wir uns ein.
Das Gelände füllt sich zusehends, die Segeler aus 19 Ländern sind fast alle eingetroffen. Zum Glück haben wir die Vermessung schon gestern relativ entspannt hinter uns gebracht. Jetzt stehen die Boote in langer Schlange an um geprüft zu werden.  Wir hingegen können uns  auf einen Trainingsschlag begeben. Bei Sonnenschein und 3  Bft. trimmen wir das Boot im Vergleich zu FD 100, Jan und Jens vom Müggelsee. Wenn während der Wettfahrtserie gleiche Bedingungen sind, dann sollten wir wirklich kühlen Kopf bewahren. 40° Winddrehungen, löchriger Wind und kaum etwas von Windveränderungen auf dem türkisblauen Wasser zu erkennen.  
Wieder an Land hat sich nichts an den wuseligen Verhältnissen bei der Vermessung geändert. Wir schrauben noch etwas am Boot, legen es auf die Seite um dem Unterwasserschiff eine gründliche Politur zu verpassen.
Abends schlägt das Wetter auf äußerst unungarische Art um und wir sitzen frierend im eiskalten Wind um unseren Grill herum. Wir sind satt aber frieren, nicht schön. Also schnell eine warme Stelle zum schauen des Championlige Finale gesucht. Hoffentlich wird es morgen wieder wärmer.


Geschafft,
 

die wiedermal gründliche Vermessungsprozedur der Vermesser aus 5 Ländern ist absolviert. Und auch noch ohne Beanstandungen.
Leider hat sich alles Stunden hingezogen, ehe wir dran waren. So kommen wir heute leider nicht mehr zum trainieren und einsegeln. Letztlich aber auch nicht so schlimm, schließlich ist heute kaum Wind. So nutzen wir die Zeit um Bootsbau zu betreiben und alles durch zu checken.
Mittlerweile haben wir uns in einer ruhigen Ecke mit den Zelten niedergelassen und hoffen hier nicht weggescheucht zu werden.
Das Hafengelände füllt sich zusehends und wir konnten schon viele alte Bekannte begrüßen. Erste Einladungen für unser Matchrace im November wurden von uns schon ausgesprochen und freudig die Teilnahme zugesagt. Es ist übrigens toll anzuschauen wie viele Teilnehmer dieser WM mit unserem Matchrace-Shirt rumlaufen.
Sicher ist bei uns daheim im Dahme Jacht Club schon ordentlich Betrieb und die Anmeldung zur Sonderwettfahrt ist voll in den Gängen. Ich drücke aus der Ferne die Daumen dass alles bestens über die Bühne geht.

Grüße vom Balaton
Jenno


Vermessung geschafft ...


Hallo Dahme Jacht Club,

hier nun meine erste Meldung vom Balaton.
Nach 12 Stunden Fahrt und insgesamt 33,50€ Mautgebühr für unsagbar schlechte Straßen, sind wir wohlbehalten im Spatacus Yacht Club in Balatonföldvar eingetroffen. Hier werden wir die diesjährige FD-WM segeln. Belohnt für die lange Anfahrt wurden wir sogleich vom Hafenwart, Cheforganisator und Chef der Wettfahrtleitung in einer Person, mit einem sehr leckerem Schluck einheimischen Rotwein. Das erhoffte sommerliche Wetter fanden wir leider nicht vor. Kalter Wind weht uns bei 11 Grad, gefühlten 7 Grad, um die Ohren. Leider ist es wohl nicht möglich hier zu zelten, wie es eigentlich angekündigt war. So beziehen wir für die erste Nacht Quartier im Bettenlager des Yachtclub. Auf dem Bild sieht man meinen sehr erfreuten Steuermann im Bettenlager. Schließlich treffen unsere Berliner FD-Kumpels Jan und Jens ein und wir beschließen den Tag im Wohnmobil der beiden mit einem gepflegtem Schluck Rum.

Weitere Meldungen in Kürze

Gruß Jenno

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